Flexible Hilfen

Das Haus für Jugend- und Familienhilfe (HaJuFa) Worms bietet seit 2005 ambulante Jugendhilfemaßnahmen (Flexbile Hilfen) an.

Die Flexiblen Hilfen richten sich an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien. Sie haben das Ziel, ihre Klienten/-innen auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Lebenssituationen zu stabilisieren. Die Jugendlichen und Familien werden in ihrem eigenen Lebensumfeld unterstützt und begleitet damit sie in für sie problembehafteten Situationen im Rahmen von Hilfe zur Selbsthilfe Erziehungsaufgaben und individuelle Konflikte/Krisen angemessen bewältigen können.

Sozialpädagogische Familienhilfe

Sozialpädagogische Familienhilfe unterstützt, begleitet und betreut die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien im eigenen Zuhause, damit sie in schwierigen Situationen im Rahmen von Hilfe zur Selbsthilfe Erziehungsaufgaben und individuelle Konflikte/Krisen angemessen bewältigen können und ihre Unzufriedenheit im Alltag, ihre Beziehungsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, Überforderungen, Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden und ihre Einsamkeit und Isolation überwinden.

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Erziehungsbeistandschaft

Erziehungsbeistandschaft ist ein vorrangig am Kind oder Jugendlichen orientiertes Unterstützungsangebot, welches auf der Bewältigung von Entwicklungsproblemen und Verhaltensänderungen des Klienten ausgelegt ist. Das familiäre und soziale Umfeld wird ebenfalls einbezogen. Bei älteren Jugendlichen wird auch die Verselbstständigung gefördert.

Erziehungsbeistandschaft im Rahmen der Wohnprogramme zur Verselbstständigung bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Weg zum selbstständigen Leben in einer geeigneten Wohnung mit reduzierter Betreuung die Möglichkeit nach Stabilisierung ihrer Allgemeinsituation größstmögliche Selbstständigkeit in allen lebenspraktischen Bereichen zu erlangen und ihren privaten und beruflichen Alltag eigenverantwortlich zu meistern.

Soziale Gruppenarbeit

Soziale Gruppenarbeit stellt ein ambulantes zusätzliches Angebot der Jugendhilfe für ältere Kinder und Jugendliche zur Überwindung der Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme durch soziales Lernen in der Gruppe dar (vl. §29 SGB VIII). Dazu gehören neben der Erweiterung der sozialen Kompetenzen, dem Erlernen und Trainieren eines angemessenen Konfliktverhaltens und einer Erhöhung der Frustrationstoleranz, vor allem auch das Erlernen positiver Erfahrungen in der Gruppe.

Zielgruppe sind in der Regel Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren, bei denen eine ihrem Wohl entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist bzw. die Familie ihrer Sozialisationsfunktion nicht hinreichend nachkommen kann.

Die Elternarbeit geschieht in Form von regelmäßigen und informellen Gesprächen mit den Fachkräften. Im Rahmen der Trainingsangebote werden Elternabende angeboten, an denen es auch um den Austausch der Eltern untereinander geht.

Im Feld der Sozialen Gruppenarbeit bieten wir diese Module an:

Trainingsangebot I "Aus dem Rahmen gefallen":

TA I richtet sich an alle Jugendlichen, die sich durch ihr Verhalten nicht bzw. grenzwertig in Gruppen bewegen können. Sie sind durch Aggression, Renitenz oder diverse Verhaltensstörungen aus ihren sozialen Kontexten gefallen und auffällig geworden.

Trainingsangebot II "Insider":

TA II richtet sich an Jugendliche, die Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme zu Gleichaltrigen haben. Sie fallen auf / sind geprägt als Außenseiter/-innen oder Schulverweigerer/-innen. Das Angebot spricht auch Jugendliche mit Mobbing-Erfahrungen und Jugendlichen, die ihre Freizeit ausschließlich mit virtuellen Freunden verbringen an.

Trainingsangebot III "Delinquenz":

TA III richtet sich als präventives Training an strafunmündige Kinder, die schon Kontakt mit Ordnungsbehörden hatten und hier mehrfach auffällig geworden sind.

Trainingsangebot IV "Jungenarbeit":

TA IV spricht männliche Jugendliche im Alter von ca. zwölf bis 16 Jahren an. Sie sind in ihrer Entwicklung vielfältigen Formen von Benachteiligungen in der schulischen und beruflichen Entwicklung ausgesetzt. Durch die Unsicherheit ihrer beruflichen Perspektive sind sie oftmals emotional sehr belastet, wobei es zu Schwierigkeiten in dieser Lebensphase kommen kann. Hier geht es darum präventiv entgegenzuwirken.

Elternarbeit

Eine gute Kooperation zwischen Eltern- und Mitarbeitenden des Hauses für Jugend- und Familienhilfe Worms fördert die positive Entwicklung der Jugendlichen. Deshalb ist vor und nach der Aufnahme der Jugendlichen ein gegenseitiger Informationsaustausch wichtig. Dazu finden regelmäßig Eltern-, und Familiengespräche oder auf Wunsch zusätzlicher telefonischer Kontakt statt. Mitarbeiter/-innen begleiten Eltern und Jugendliche bei Bedarf bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten.

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist ebenfalls ein Angebot des Hauses für Jugend- und Familienhilfe (HaJuFa) Worms. Diese wird von zwei Mitarbeitenden an drei Schulen in Worms durchgeführt. Vor Ort sind sie Ansprechpartner/-innen für 1.241 Schüler/-innen, Eltern und das Lehrpersonal. Das HaJuFa Worms entscheid die Ausschreibung an zwei Standorten für sich und wird die Schulsozialarbeit hier vorerst bis 2021 anbieten.

Sozialpädagogisch begleitetes Wohnen (Wohngemeinschaft "Am Wolfsgraben")

Das im Haus für Jugend- und Familienhilfe (HaJuFa) Worms angebotene Wohnprogramm zur Verselbständigung richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene bis 21 Jahre. Die Jugendlichen bringen ein gewisses Maß an Selbständigkeit, Zuverlässigkeit und Kooperationsbereitschaft mit, sind jedoch aufgrund erheblicher Konfliktsituationen bzw. einer problembehafteten Sozialisation nicht in der Lage, den notwendigen Verselbständigungsprozess eigenständig zu vollziehen. Durch das sozialpädagogisch begleitete Wohnen sollen die soziale und individuelle Entwicklung der jungen Menschen gefördert und damit einhergehend Benachteiligungen abgebaut werden. Eine intensive Betreuung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, die Lösung von Konflikten und Krisen sowie der Umgang im Kontakt mit Ämtern und Institutionen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über Fachleistungsstunden.

Ambulantes/Sozialpädagogisches Clearing

Ist ein zeitlich begrenzter Prozess (i.d.R. 3 Monate), der sich an Familien in Krisensituationen richtet, bei denen vom Jugendamt ein Hilfebedarf gesehen wird, jedoch noch Unklarheit über die Art der notwendigen Hilfe besteht. Im Fokus steht eine fachliche Einschätzung in Bezug auf die Bedarfe und der Ressourcen der Familie, um anschließend eine passgenaue Hilfeform etablieren zu können.

Kontakt

Haus für Jugend- und Familienhilfe Worms

Friesenstraße 10
67547 Worms
(0 62 41) 20 43 0
(0 62 41) 20 43 20
D.Pickny(at)hajufa.drk.de

Einrichtungsleiter:

Dirk Pickny

Ansprechpartnerin im DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Christina Gohl
Referentin Kinder, Jugend und Familie
(0 61 31) 28 28 13 13
c.gohl(at)lv-rlp.drk.de